Auf dem AKAD Blog beleuchten Professoren und Mitarbeiter die Themen Fernstudium und Weiterbildung von verschiedenen Blickwinkeln aus. Am Ende jeden Monats ist es Zeit für eine kleine Rück- und Vorschau.
Thema des Monats war “Lebenslanges Lernen”; sowohl Prof. Schwinghammer, die übrigens in diesem Monat zur Professorin ernannt wurde, als auch Prof. Seeck bloggten hierzu. Das das Thema nicht nur hochaktuell sondern auch kontrovers-diskutabel ist, zeigten die vielen Beiträge auf unserem Blog und auf fernstudium-info.de, wo die Diskussion aufgegriffen und weitergeführt wurde.
Aber auch andere Themen wurden von verschiedenen Blickwinkeln aus beleuchtet. Dass Verhältnis von Effizienz und Effektivität zum Beispiel oder jenes von Beruf und Studium mit der Erkenntnis, dass sich ins Bett legen und auskurieren durchaus effektiv (oder effizient?) sein kann. Prof Remmele ist in Manchester bei der 18th European Economics Education Conference und wird nach seinem Urlaub ja vieleicht davon berichten.
Auch im September haben wir viel vor. So stehen zahlreiche Veranstaltungen auf dem AKAD- Programm, über die wir (auch) auf diesem Blog berichten möchten:
Am 24.09 ist “Tag der Weiterbildung”. An allen Standorten – Leipzig, Stuttgart, Düsseldorf, Frankfurt und München finden Vorträge und Beratungsangebote statt. Alle Veranstaltungen sind natürlich kostenfrei. Mehr Infos
Ebenfalls am 24.09 findet die “Lange Nacht der Wissenschaften” zum zweiten Mal in Leipzig statt. Die AKAD Hochschule Leipzig ist selbstverständlich mit von der Partie und lädt ein zu einem Gedankenaustausch zu aktuellen und interessanten Themen. Mehr Infos
Genauso findet das Event “Finance and Banking” am 24. September in der Alten Börse Frankfurt statt. Wer sich über den berufsbegleitenden Masterstudiengang „Finance and Banking“ informieren möchte, ist hier richtig. Aber auch auf interessante Vorträge und ein Get-together können sich Interessenten freuen. Übrigens ist für die Anmeldung der Personalausweis notwendig – unsere Berater informieren Sie gerne! Mehr Infos
Sind Sie bei einem der Veranstaltungen vor Ort? schicken Sie uns Ihre Eindrücke, Berichte, Fotos Meinungen oder Kommentare an onlineredaktion@akad.de. Ich freu mich auf Ihr Feedback!
PS: Auch AKADalumni wird sich ab September zur Bloggergemeinschaft gesellen. Und wenn Sie gerne einen Gastbeitrag veröffentlichen möchten, schreiben Sie uns einfach and die oben genannte E-Mail Adresse.
Patrick Mach |
0
Liebe LeserInnen,
diese Woche nur ein kurze Beobachtung, die an letzte Woche anschließt.
Zur Zeit bin ich in Manchester bei der 18th European Economics Education Conference.
Im Rahmenprogram gab es heute einen Ausflug zu einer traditionellen ‚Cotton Mill‘. Die Art und Weise wie der ‚National Trust‘ diese präsentiert, ist politisch korrekter Manchester Kapitalismus vom Feinsten. Es wurde nur ab und zu mal ein Finger abgetrennt, d. h. den Kindern, die dort ab 8 – von ihren Eltern getrennt, da es ihnen dort noch schlechter ging – zu arbeiten begonnen haben.
Selbstverständlich kann man neben der Cotton Mill auch einen ‚Garden‘ bewundern, und im Museumsshop gibt es auch Kräuter zu kaufen. Denn Porrage das es immer gab, gab es einmal am Tag auch mit etwas Gemüse: ‚a healthy diet‘.
Nächst Woche bin ich übrigens in Urlaub.
Prof. Bernd Remmele |
0
Im Blog soll man flexibel sein – und so werde ich (wieder vollkommen fit und aus dem Urlaub zurück) das aktuelle Theam “Lebenslanges Lernen” in meiner Blog-Kolumne “Beruf und Studium” aufgreifen.
Es gab ja viel Diskussion zum Thema – gerade auch zu den Altersangaben des ursprünglichen Blogs von Frau Prof. Schwinghammer. Ich möchte aber auf andere Aspekte des Themas hinweisen, die aus meiner Sicht völlig unabhängig vom Alter sind – daher aber auch gerade für die Jahre nach der 60 gelten!
Zum einen ist lebenslanges Lernen ein Synonym für Aufgeschlossenheit, Aktivität – das Gegenteil zum “Abschließen” mit der geistigen und beruflichen Entwicklung. Der erste Punkt versteht sich von selbst, aber der zweite Punkt ist neu. Heute gibt es nur noch selten den direkten Weg in den “einen” Beruf und dann diesen bis zum Lebensarbeitszeitende durchzuziehen.
Daher ist Beruf und Weiterbildung (ob on-the-job oder in einem parallelen Studium) so wichtig – und interessant. Wer weiß heute schon, wo er landen wird? Ich wußte es auch mit 40 noch nicht! Urspünglich habe ich Physik studiert und promoviert, war auf Forschung (und ein wenig Lehre) ausgerichtet. Dann aber kam die Arbeitsplatzsuche – und ich wurde Unternehmensberater. Erst mit über 40 habe ich das Pferd wieder umgesattelt und mich auf die Lehre konzentriert – in einem Fach, das ich nicht studiert habe! Wie das geht?
Paralleles Weiterbilden – bei mir zumeist aus Interesse heraus! – war der Schlüssel. Erst habe ich in meiner Promotionszeit parallel einzelne BWL-Veranstaltungen besucht und zumindest auch eine Prüfung abgelegt, dann habe ich parallel zu meiner Beratungstätigkeit mich in der Lehre engagiert. Und jetzt bin ich auch neben meiner Lehrtätigkeit an der AKAD weiterhin parallel als Berater aktiv.
Und wer weiß, was ich in meinem weiteren Berufsleben noch so anfangen werde – ich freue mich schon darauf!
Prof. Stephan Seeck |
0
Zum Abschluss der Drei-Fragezeichen-Wochen im AKAD-Blog schließe ich mit einem entsprechenden Titel, auch inhaltlich, an Prof. Remmeles letzten Eintrag an. Der Kapitalismus als kreative Form der Zerstörung? Eine seltsame Vorstellung, oder? Jedenfalls für den oder die Zerstörten. Aber wie heißt es so schön: „Bisschen Schwund is immer“.
Was der Joseph Schumpeter zugeschriebene Begriff der „kreativen“ oder „schöpferischen“ Zerstörung nicht ganz so offen – neudeutsch – „kommuniziert“: Dem Zerstören darf keine Grenze gesetzt werden, sonst ist schnell Schluss mit der Kreativität und vor allem mit dem Cashflow. Das heißt, der Kapitalismus ist notwendig an die Idee des Fortschritts gekoppelt. Er geht stillschweigend davon aus, dass es schon immer irgendwie weiter und vor allem irgendwie gut geht. Betriebsunfälle respektive Crashs sind dabei durchaus vorgesehen, ja sogar gewollt („kreativ“), nicht aber der Totalkollaps.
Nun wird sich das Internet schon mit dem Kapitalismus arrangieren oder umgekehrt. Es wäre nicht das erste Arrangement, das dem Kapitalismus mit unserer Hilfe glückt. Wie erfolgreich und psychologisch geschickt er bei seinen Joint Ventures vorgeht, zeigt eindrucksvoll die mehrfach preisgekrönte BBC-Dokumentation „The Century of the Self“. Fazit: Selbst der widerspenstige Charme der Hippies, die revolutionäre Aufbruchstimmung der 68er-Bewegung und die therapeutisch-spirituelle Selbstfindungswelle der 70er Jahre sind vom Kapitalismus mühelos absorbiert worden.
Was bei der kreativen Zerstörung auf der Strecke bleibt, sind aber nicht nur selbst gehäkelte Latzhosen und lysergsäurediethylamidhaltige Freiheitsgefühle. Das Unbehagen vieler Menschen am ganz und gar nicht kreativen Destruktionspotenzial ihrer eigenen Wirtschaftsweise wächst. Den Kapitalismus hingegen kümmert das bisher ebenso wenig wie die herrschende wirtschaftswissenschaftliche Doktrin. Sie habe den Menschen längst völlig aus den Augen verloren, kritisierte kürzlich Norbert Häring im Handelsblatt.
Dazu passt auch diese Meldung: Immer mehr Arbeitnehmer fühlen sich vom shareholdervalue-induzierten Tempo des kreativen Kapitalismus überfordert und reagieren mit Erschöpfungssyndromen oder Depressionen, der neuen Volkskrankheit. Was wiederum – der kreative Kapitalismus lässt grüßen – die „Burn-out-Industrie“ happy macht, wie der Psychologe Markus Väth in der Süddeutschen Zeitung beklagt.
Dialektik hin oder her, das System hat einen Webfehler, der sich am Burn-out-Syndrom ebenso ablesen lässt wie am Klimawandel: die „tipping points of no return“, jene Punkte, an denen der dialektische Kreislauf der kreativen Zerstörung schlussendlich doch kollabiert. Vom Kapitalismus wird dieses Problem bis dato unter Nebenkosten gebucht und damit externalisiert. Im Burn-out-Fall an das einzelne Individuum, das sich anschließend im Wellneshotel und bei der Kur abkassieren lässt.
Eben: Ganz schön grandios und ziemlich perfide!
Christian Dries |
0
Hallo Liebe LeserInnen,
vor ein paar Wochen hatte ich die Frage angesprochen, ob die Kommerzialisierung des Internets den demokratischen und anarchischen Charme dieser Kommunikationssphäre austreibt.
Im digitalen Frontblatt Wired wird nun diskutiert, ob das offene Web – als von der Nutzeraktivität abhängig und auf dem Allzwecktool Browser basierend – tot sei aber das eingehegte Internet mit monofunktionalen Apps – Maschinen, die automatisch mit Maschinen kommunizieren – und geschlossenen Bereichen lebe, weil sich nun dort die Möglichkeit großes Geld zu verdienen, unsere Bequemlichkeit sowie unsere Neigung eher das Smartphone als das Gerät auf dem Schreibtisch zu nutzen, verbinden. Die Diskussion wiederholt sich regelmäßig, häufig mit unklarem Ausgang: Die vor einigen Jahren heftige Diskussion um Softwarepatente bewegt heute nicht mehr in derselben Weise.
“It is the cycle of capitalism. The story of industrial revolutions, after all, is a story of battles over control. A technology is invented, it spreads, a thousand flowers bloom, and then someone finds a way to own it, locking out others. It happens every time.”
Ich hatte vor ein paar Wochen angemerkt, dass die Möglichkeit Geld zu verdienen, die Nutzungsoptionen vervielfältigt und für viel mehr Menschen zugänglich macht. Alles in allem könnte also sich die Freiheit zu vermehren, auch wenn es regelmäßig Rückschläge gibt.
Als rückblickende Analyse mag die Kritik am kapitalistischen Teufelskreis in Wired stimmen: anstatt in rechtlich schwer zu interpretierenden Filesharingsystemen nach unserer Musik etc. zu suchen, schließen wir uns ins lästige iTunes ein. Als Prognose scheint dies aber das Wachstum und die Verschiebung von Nutzungen nicht hinreichend zu reflektieren. Auch Facebook wird irgendwann irgenwo (nur noch) integriert sein.
Die Sache ist etwas dialektischer. Denn letztlich leben der Charakter des Web (und des Internet) als Medien relativ reibungsloser Kommunikation sowie der Kapitalismus vom selben Impuls: der Suche nach dem nächsten und möglichst neuen Anschluss an die nächste und möglichst neue Befriedigung und damit der regelmäßigen Grenzüberschreitung und ‘kreativen Zerstörung’.
Das ist das Grandiose und Perfide am Kapitalismus, dass er Menschen hervorbringt und erhält, die immer wieder nach Grenzüberschreitungen suchen, dass er aber diese ‘Deterritorialisierungen’ (Deleuze/Guattari) auch immer wieder einfängt.
Prof. Bernd Remmele |
0
Das Thema „lebenslanges Lernen“ ist für mich ein Dauerbrenner-Thema und auch ein Markt mit großen langfristigen Perspektiven. Daher wundert es mich immer wieder, dass nicht viel mehr Menschen sich in verschiedenen Phasen ihres Lebens mit Weitbildung, Aufbaustudium etc. beschäftigen. Wenn wir bis zum 67. oder gar bis zum 70. Lebensjahr arbeiten sollen und werden, wie kann dann die Schulbildung inklusive einer Berufsausbildung bzw. eines grundständigen Studiums für immer, d.h. für die nächsten 40 Jahre ausreichen. Uns allen ist klar, wie schnell sich die Technik weiterentwickelt und wie schnell sich Branchen- und Unternehmensstrukturen verändern. Auch wir müssen mit diesem schnellen Wandel mithalten und uns immer wieder neu ausrichten.
Ich möchte Menschen motivieren, ihre Chancen besser wahrzunehmen. Unsere gesamte Entwicklung in Deutschland läuft doch darauf hinaus, dass die bislang eher theoretisch diskutierten Themenfelder ‚lebenslanges Lernen’ und der vielbeklagte Fachkräftemangel zielstrebig angegangen werden müssen. Dort liegen doch auch Ihre Chancen. Jetzt ist für jeden die Zeit darüber nachzudenken welche Schritte sie/er im Rahmen einer Weiterbildung oder eines Studiums gehen möchte. Nur so können Sie ihr Leben lang Ihre ganz persönlichen Chancen und Möglichkeiten am Besten wahrnehmen.
Herzlichst,
Prof. Dr. Eva Schwinghammer
Rektorin AKAD Hochschule Stuttgart
Eva Schwinghammer |
16
Wer seine Arbeit so plant, dass sie sich in Stress- oder Krankheitsphasen nicht zu erdrückenden Bergen anhäuft, wer in Büroangelegenheiten also nicht “auf Sicht”, sondern vorausschauend fährt, gerät am Ende weniger unter Zeitdruck – rät Prof. Seeck in diesem Blog.
Wohl war! Effizienz macht effektiv*. Gute Arbeit will geplant sein, und das heißt auch: zeitlich strukturiert. Nur mit den daraus (vermeintlich) resultierenden Zeitgewinnen, den “Puffern”, ist das so eine Sache. Denn eigentlich beliefern uns Wissenschaft und Technik schon seit Jahrzehnten mit so viel zeitsparenden Erfindungen und Gadgets – Computer, E-Mail, Hochgeschwindigkeitszüge etc. -, dass Zeitnot und Hetze längst verstaubte Fremdwörter für uns sein müssten, Schreckgespenster aus grauer Urzeit, in der noch Wählscheibentelefone auf unseren Schreibtischen standen und ICEs noch D-Züge hießen.
Seltsamerweise scheinen wir uns aber immer mehr abzuhetzen, jedenfalls oft abgehetzt zu fühlen, je mehr angeblich zeitsparende Technologie wir verwenden. Da können wir nun “mal eben” noch eine Mail (statt des umständlichen Postbriefs) absetzen, unser Flugticket im Internet buchen und mit dem Netbook online unsere Miete überweisen, ohne mehr an Bankschaltern anstehen oder mit unfreundlichem Servicepersonal streiten zu müssen – und am Ende des Tages ist wieder oder immer noch keine Zeit übrig!
Der Jenenser Soziolge Hartmut Rosa weiß warum: In seiner Habilitationsschrift “Beschleunigung. Die Veränderung der Zeitstrukturen in der Moderne” erklärt er, wie neue technologische Innovationen, die uns Zeitplanung ermöglichen und freie “Zeitfenster” öffnen sollen, unter Wettbewerbsbedingungen zu neuen Zeitfressern werden. Auf diese Weise wird aus dem nächsten “Puffer” – Achtung: Metapherninvasion – nur das nächste Sprungbrett zurück ins alte Hamsterrad der nimmer endenden Beschleunigung.
—
*Jedenfalls sofern man darunter versteht, dass gute Organisation und richtige Arbeitstechnik in der Regel die Leistungsfähigkeit und/oder den Ertrag steigert. Für alle anderen (Problem-)Fälle fragen Sie Ihren Unternehmensberater oder konsultieren Sie die unten stehenden Kommentare.
Christian Dries |
4
Nun habe ich zwei – kritische – Kommentare zu meinem letzten Blog erhalten. Zum einen freut einen natürlich die Reaktion an sich, zum anderen hört niemand Kritik zu richtig gerne. Erst recht nicht, wenn Sie so berechtigt ist, wie in diesem Fall!!! Ich hätte mich wirklich richtig auskurieren sollen, denn jetzt geht es mir noch schlechter als vorige Woche – und in der kommenden Woche will ich eine Urlaubsreise antreten (und natürlich nicht krank sein!).
Also werde ich mich jetzt schnell ins Bett verabschieden – bis in 2 Wochen!
P.S.: (gib es so etwas auch im Blog
? ) Mein Tipp, mit seiner Arbeit etwas voraus zu sein, um solche Phasen leichter bewältigen zu können, erscheint aber weiterhin korrekt, oder?
Prof. Stephan Seeck |
1
Der 6. August ist weltgeschichtlich betrachtet kein unschuldiges Datum. Vor 65 Jahren explodierte an eben diesem Tag die Atombombe über Hiroshima. Vor vier Tagen starb in New York der berühmte britische Historiker und Autor Tony Judt an den Folgen einer 2008 diagnostizierten Amyotrophen Lateralsklerose (an der auch sein Landsmann, der ebenfalls weltbekannte Physiker Stephen Hawking leidet).
Judt engagierte sich in jungen Jahren in der zionistischen Bewegung für den damals ebenso jungen Staat Israel, wurde später einer der profiliertesten Kritiker der israelischen Palästinenserpolitik und setzte mit seinem opus magnum „Postwar“, zu Deutsch: „Geschichte Europas von 1945 bis zur Gegenwart“, bleibende Maßstäbe. Niemand vor ihm hat die lange Epoche des Kalten Krieges, die mit der Atombombe beginnt und – laut Judt – 1989 endet, so kenntnisreich, inspirierend und klug erzählt, wie der Gründer und Leiter des renommierten Remarque Institute zum Studium der amerikanisch-europäischen Beziehungen. Wer wissen will, in welcher Welt wir leben, der greife zu Judts Meisterwerk!
Tony Judt verkörperte – profiliert und streitlustig – den typisch „alteuropäischen“ Intellektuellen, gepaart mit angloamerikanischer Klarheit. Er schätzte Europa wegen seiner sozialpolitischen Errungenschaften und er liebte Frankreich, über dessen Geistesgrößen er geschliffene Essays verfasste (z.T. erschienen in: „Reappraisals. Reflections on the Forgotten Twentieth Century”).
Tony Judt, dessen intellektuelles Leben mit der Liebe zu den Wörtern am elterlichen Familientisch begann, hat sich bis zuletzt schreibend und dozierend gegen seine Krankheit gestemmt – wie Sisyphos, von dem Judts großes Vorbild Albert Camus einst schrieb, man müsse ihn sich als einen glücklichen Menschen vorstellen. Eine berührende Vorstellung vom Denker – und vom Menschen – Tony Judt bewahrt dieser sehenswerte Film:
Still Life: A Short Film About Tony Judt
Warum ich das alles schreibe? Weil ich, wie mein Kollege Prof. Remmele, Werbung machen möchte für einen guten Zweck – den der Weiter-Bildung nämlich, um die es, im Sinne Wilhelm von Humboldts, an unserer Hochschule ja bekanntlich geht. Und weil ich als Philosoph und Soziologe eben auch nicht aus meiner Haut kann.
Christian Dries |
0
Heute möchte ich ein wenig Werbung in eigener Sache machen (… was habe ich bisher gemacht?)
In den letzten knapp zwei Jahren war die WHL an dem EU-geförderten Projekt „SEE A Game“ beteiligt. „SEE A Game“ steht für ‘Stimulate European Entrepreneurial Attitudes Game’. Im Rahmen dieses Projektes wurden zwei komplementäre Spiele entwickelt, die in verschiedenen Lehr/Lernkontexten helfen sollen unternehmerische Einstellungen zu fördern.
Langsam kommt das Projekt an sein Ende, und entsprechend nimmt das zu, was in dem schönen Euro-Sprech ‘Dissemination’ heißt; d. h. die Projektergebnisse sollen auch unter die Leute gebracht werden.
Zum andern soll die Dissemination durch einen Weiterbildungskurs, der vom 21. bis 26. März 2011 in Mahon auf Menorca stattfindet, vorangebracht werden. Der Kurs trägt den Titel „Stimulating European Entrepreneurship and Entrepreneurial Attitudes Using Games” und beschäftigt sich allgemein mit der Förderung unternehmerischer Einstellungen durch Lernspiele und führt dann umfassend praktisch-spielerisch in die Anwendung der beiden Spiele ein.
Der Kurs ist in der Comenius – Grundtvig Training Database unter dem Aktenzeichen „BE-2011-149-002“ veröffentlicht. Die Teilnahme kann daher für bestimmte Personengruppen, insbesondere solche die in einem sehr weiten Sinn etwas mit Bildung zu haben, durch einen Zuschuss der Nationalen Agentur für das Grundtvig-Programm, der Reise- und Unterbringungskosten sowie die Kursgebühr abdeckt, gefördert werden. Die Einreichungsfrist für Förderanträge endet am 15. September 2010. (Wenn man die Kriterien erfüllt, ist eine Förderung sehr wahrscheinlich!)
Für nähere Informationen zu den beiden Veranstaltungen und gegebenenfalls Hilfestellung bei der Beantragung des Zuschusses wenden Sie sich bitte gerne an mich.
Prof. Bernd Remmele |
0