The great educational swindle II

24 Sep 2010

Auch den Kommentaren zu meinem letztwöchigen Blogbeitrag war zu entnehmen, dass die Diskussion aktuell einen Nerv trifft.

Nachdem ich letzte Woche zur Problematik kultur/ethnien- bzw. geschlechtervergleichender Intelligenzmessung geschlaumeiert habe, möchte ich das Ganze noch mal zu den Gemüsehändlern und damit zum ökonomischen Hintergrund (… Wettbewerbsfähigkeit …) zurückbringen.

Die Sozialepidemiologen Wilkinson und Pickett (The Spirit Level 2010 – das Buch habe ich gelesen) haben nämlich festgestellt (sofern Statistiken-Stricken ‘Feststellen’ ist), dass Gesellschaften mit geringerer Einkommensungleichheit eine höhere Innovatität aufweisen. (Nix mehr Ungleichheit – mehr Anreiz – …)

Allerdings haben sie auch eine Vielzahl anderer Größen mit der Einkommensungleichheit in Verbindung gebracht. Und allgemein schneiden die egalitäreren Gesellschaften signifikant besser ab. Das betrifft natürlich auch wieder Bildungsfragen, wie etwa (wieder mit Vorsicht zu genießende) internationale Leistungsvergleiche oder die Zahl der Schulabbrecher.

Man könnte jedenfalls folgenden Schluss ziehen: Um den wirtschaftlichen Beitrag der Sozial-Schlechtergestellten (nicht nur der Migranten) zu erhöhen, könnte es auch helfen ihre relative soziale Situation zu verbessern – ganz ohne genetische Optimierung.

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AKADalumni stellt sich vor

23 Sep 2010

Es ist eine außergewöhnliche Leistung, neben dem Beruf und Familie, nach Feierabend und am Wochenende ein anspruchsvolles Fernstudium zu absolvieren. Diese Besonderheit prägt AKADalumni, das Netzwerk von AKAD-Absolventen, Studienrenden und Lehrenden. Unser Ziel bei AKADalumni ist es, die Bindung untereinander zu stärken und Impulse für die berufliche Weiterbildung zu geben. Und um dies zu erreichen, sind wir vielseitig aktiv: Wir treffen uns auf Veranstaltungen, knüpfen Kontakte zu Unternehmen, Institutionen und anderen Alumni-Vereinigungen. Wir tauschen uns aus, unterstützen Studierende und verwirklichen die Idee des lebenslangen Lernens.
Hierzu möchten wir auch Sie herzlich einladen. Lernen Sie uns auf einer unserer zahlreichen Veranstaltungen kennen und treten Sie mit anderen Fernstudenten, Lehrenden oder Absloventen in Kontakt. Regelmäßig veranstaltet AKADalumni beispielsweise Stammtische – eine Übersicht finden Sie hier. Unsere nächsten Veranstaltungen finden Sie auf dieser Seite. So findet zum Beispiel am 25.09 an der AKAD Hochschule Leipzig das Seminar Rhetorik – die Kunst der Begeisterung statt; und wenn Sie abseits des Fernstudiums lieber mal wieder etwas für Körper und Geist tun möchten, empfiehlt sich die Veranstaltung Wein & Wandern im Ahrtal.

Wir freuen uns auf Sie!

Ihr AKADalumni-Team

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The great educational swindle I

17 Sep 2010

Jetzt da wir wissen, dass Intelligenz im Wesentlichen vererbt wird (ich muss gestehen, dass ich ‘das Buch’ nicht gelesen habe, daher alles Folgende mit Vorbehalt), können wir eigentlich den Laden zumachen. Wenn Bildung nichts bringt, dann brauchen wir keine Schulen oder Hochschulen. Jeder ist so schlau, wie er ist.Und die Studierenden von WHL und AKAD können eine Menge Geld sparen. Anstatt eines Abschlusszeugnisses reicht die Geburtsurkunde, um weiterzukommen.

Oder es ist umgekehrt, und wir können uns auf mehr Kundschaft freuen: Denn wenn Bildung doch was bringt, aber die vererbten Voraussetzungen bei den sich abschaffenden Deutschen nachlassen, dann wird eben mehr Bildung gebraucht. Das bildungsepidemiologische Massenwirkungsgesetz: Viel hilft viel.

Viel wahrscheinlicher scheint mir aber, dass die Voraussetzungen nicht stimmen. Mir ist nämlich eine meiner Lieblingsstudien wieder eingefallen. Dort wurde festgestellt, dass bei einem bestimmten Mathetest, dann nicht die übliche Leistungsdifferenz zwischen den Geschlechtern auftaucht (sorry: Frauen schneiden meist schlechter ab in entsprechenden Mathetests), wenn den ProbandInnen vorher gesagt wird, dass dies ein Test ist, bei dem diese Leistungsdifferenz gerade nicht auftritt. (Spencer, S. et al.: Steoreotype threat and Women’s Math Performance. In: Journal of Experimental Social Psychology 1999/35: 4-28) Mathematische Fähigkeit sind übrigens ein relativ einfaches und relativ einfach zu messendes Konstrukt verglichen mit ‘Intelligenz’. Es gibt ähnliche Ergebnisse in Hinsicht auf Tests, bei denen die Teilnehmer z. B. ihre Rassen- oder Kastenzugehörigkeit nennen mussten oder nicht. Und jetzt will jemand wissen können, dass Intelligenz ethnisch zurechenbar ist. Wenn das so einfach wäre, wären viele (forschenden) Psychologen arbeitslos.

You’ll find that empty vessels make the most sound.  (Johnny Rotten)

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Beruf und Studium (8)

09 Sep 2010

Der September ist eine harte Zeit – vor allem wenn es darum geht, Beruf (Beratung) und Studium (AKAD) miteinander zu verbinden.

Was kommt auf mich zu? In der Beratung “wachen” nach der Sommerpause mit vielen Uraluben der Entscheider die Unternehmen so langsam wieder auf und viele Projekte sind in der Abschlussphase, sollen zügig beginnen, um noch Ergebnisse vor dem Jahresende sicherzustellen. Also gibt es eine Menge Termine, die vorbereitet werden müssen etc.

Aber auch bei der AKAD kommt ein Peak auf mich zu: Wie üblich wird im November ein Colloquium stattfinden – nicht eins, sondern das Colloquium mit den meisten Teilnehmern. Und wie es bei vielen üblich ist, wird die Diplom-, Bachelor- oder Masterarbeit natürlich erst im letzten Moment (um noch zum Colloquium im November zugelassen zu werden) fertig – also türmen sich die Arbeiten im September auf meinem Schreibtisch.

Was mache ich? Erste einmal die zeitlich dringensten Dinge abarbeiten (z. B. den morgigen Termin vorberieten), dann aber die Zeit nutzen, z. B. eine Diplomarbeit zu bewerten, auch wenn noch nicht das Abgabedatum droht! So erreiche ich, dass mich kruzfristige, zusätzliche Aufgaben (z. B. ein Angebot erstellen), nicht aus der Bahn werfen.

Frage: Warum müssen Arbeiten immer auf den letzten Drücker abgegeben werden?

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Learning by doing – mit interaktivem Sprachtraining

08 Sep 2010

Liebe Leserinnen und Leser,

seit September finden Sie im Weiterbildungsangebot des AKAD Kolleg acht neue Englisch-Sprachlehrgänge für die Kommunikation im Berufsalltag. Dabei werden neben den allgemeinen Themen “Business English” und “Business Communication” vor allem spezielle sprachliche Herausforderungen wie E-Mail-Korrespondenz, Meeting, Präsentationsführung und Telefongespräche als Sprachtraining auf GER-Niveau B1/B2 angeboten.

Das Besondere daran: Bei den neuen Sprachkursen handelt es sich um interaktives Web-based-Training mit zahlreichen Hörverständnis-, Grammatik- und Wortschatzübungen, sowie Aufgabenstellungen mit direktem Bezug zum beruflichen Alltag. So sind die Lerneinheiten nicht nur hoch motivierend und für eine sofortige Umsetzung in Verhandlungen, Präsentationen oder im Small Talk in englischer Sprache hervorragend geeignet. Sie ermöglichen auch ein völlig zeit- und ortsunabhängiges Sprachenlernen und Prüfen des eigenen Lernstatus – elektronisches Gerät mit Netzzugang vorausgesetzt.

Nun kann man sicher vortrefflich über den Sinn und Erfolg eines Sprachtrainings ohne “echte” Kommunikationsübungen zwischen zwei Individuen streiten. Ich bin hingegen davon überzeugt, dass es funktionieren kann. Zumal wir auf direkte Praxisumsetzung setzen und unsere Teilnehmer nicht allein lassen, sondern durch einen persönlichen Tutor und Telefontraining aktiv durch das Sprachtraining begleiten.

Schildern Sie uns doch einmal Ihre Erfahrungen mit interaktivem Sprachtraining und stellen Sie uns auf die Probe.

Sincerly Yours

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Publizieren bis der Arzt kommt?

07 Sep 2010

Liebe Leserinnen und Leser,

auch ich schreibe heute außer der Reihe und mache Werbung für eine Veranstaltung, die vor allem, aber nicht allein, die Nachwuchswissenschaftler unter Ihnen (oder solche, die es noch werden wollen) betrifft.

Wie heute in der Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung zu lesen war, setzt sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) nun vehement für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Jungforschern ein.
Zur dringend veränderungsbedürftigen Mittelbaumalaise des Nachwuchses gehört auch jenes Problem, das gerne auf den griffigen Slogan “publish or perish!” – zu Deutsch: publiziere oder stirb – gebracht wird. Dahinter verbirgt sich der betrübliche Umstand, dass nur, wer möglichst eifrig viel bedrucktes Papier ausgestoßen (und dabei im Zweifelsfall eher Masse statt Klasse produziert) hat, sich auch an den Fleischtöpfen der Wissenschaft laben darf. Ohne eine ansehnlich lange Publikationsliste, gespickt mit reichlich Impact-Faktoren, keine Berufung zu höheren Weihen!

Die inzwischen gängige Praxis – das Schielen nach Output und Impact, Masse statt Klasse – stellt das wissenschaftliche Selbstverständnis auf den Kopf: Während man einst einen Artikel schrieb, um einen wichtigen Befund mitzuteilen, ist heute das Schreiben und Veröffentlichen in Zeitschriften häufig nur noch Selbstzweck bzw. Mittel der Karriereplanung.

Wie wirkt sich diese Entwicklung auf die Arbeitsweise von Forscherinnen und Forschern aus? Bleiben wissenschaftliche Neugier und ergebnisoffenes Arbeiten möglicherweise auf der Strecke, wenn Forschungsthema und -design immer schon mit Blick auf die Publizierbarkeit der Ergebnisse konzipiert werden? Und welche Rückwirkungen hätte dies auf das “Unternehmen Wissenschaft”?

Ein mehrstündiger Workshop mit anschließender Podiumsdiskussion will diesen Fragen – und möglichen Antworten bzw. Lösungen – am 26. Oktober im KörberForum der Körber-Stiftung Hamburg nachgehen. Das vorläufige Tagungsprogramm kann hier heruntergeladen werden. Anmeldungen werden von der Körber-Stiftung ab dem 12. Oktober entgegengenommen.

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Lange Nacht der Wissenschaften Leipzig

03 Sep 2010

Hallo,

heute einmal “außer der Reihe” – also nicht zu Beruf und Studium.

Warum? Im letzten Bog schon erwähnt, aber aus meiner Sicht noch nicht genügend herausgestellt: Die Lange Nacht der Wissenschaften in Leipzig steht an!

Am 24. September (Freitag) steht ganz Leipzig im Zeichen der Wissenschaft – und die AKAD ist, wie auch schon beim ersten Mal vor zwei Jahren , ganz vorn mit dabei (ganz vorn allerdings hauptsächlich wegen der alphabetischen Reihenfolge ;-) ).

Unser Programm in Leipzig (für Details siehe die AKAD-Seite) orientiert sich am “Jahr der Energie”, das 2010 den wissenschaftlichen Schwerpunkt in Deutschland bildet. An einem Energiekonzept der Zukunft arbeiten ja so einige, wir wollen das Stichwort “Energie” unter ganz unterschiedlichen Gesichtspunkten aufgreifen:

  • Ein Vortrag zum Arbeitsrecht: Was, wenn die “Arbeitsenergie” nachlässt? (19.00 Uhr)
  • Ein Vortrag zur Zeitgestaltung: Energie durch Müßiggang” (20.00 Uhr)
  • Eine Podiumsdiskussion: Logistik, Globalisierung, Güterverkehr -”Sargnagel” oder “Rettungsanker” für den weltweiten Energieverbrauch? (21.00 Uhr)

Warum schreibe ich den letzten Titel fett? Grund hierfür: Ich stehe auf dem Podium und möchte mit meinen Gästen aus der Industrie, Dienstleistung und  Spedition sowie den Besuchern über unseren zukünftigen Energieverbrauch diskutieren. Denn der Schlüssel unseres Energiekonzepts der Zukunft muss die Vermeidung unsinnigen Energieverbrauchs sein – jedenfalls meiner Meinung nach.

Gerne würde ich persönlich am 24.09. meine Blog-Leser begrüßen. Kommen Sie zu unserer Veranstaltung im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften!

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